Content Strategien
– von Angesicht zu Angesicht

Die Vermarktung von Content ist ein beständiges Thema, nur allzu oft konzentrieren sich die Leute dabei aber auf das geschriebene Wort. Doch was ist mit dem gesprochenen – ist nicht ein Vortrag, ein Workshop oder Seminar letztlich nicht auch das Gleiche? Geht es nicht auch dabei darum, sich als Experte zu platzieren und das gesammelte Wissen so unter das Volk zu bringen, dass die Zuhörer, Interessenten und Teilnehmer zum Kunden werden? Wie geht man dabei vor, wie kann mit seinem Content am am Besten sein Ziel erreichen?

Eines ist mal klar, Session zu geben (auf Barcamps) oder Vorträge auf Messen ist eine Sache, doch vielleicht sogar eigene Veranstaltungen zu initiieren, sich abseits üblicher Wege zu etablieren schon eine ganz andere Nummer. Denn Führungskräfte und Entscheider (die eigentliche Zielgruppe) bewegen sich meist nur wenig von ihrem Schreibtisch weg – kurz, das Büro verlassen diese Leute nur, wenn sie überzeugt sind, dass es sich lohnt.

Punkt eins ist so einfach und doch stets gerne vergessen: Recherche vorab vermeidet schon mal dicke Fettnäpfchen genauso wie inhaltliche Löcher. Wenn man weiß, was die Leute wollen, wird man sie auch einfach motivieren können, den Vortrag zu besuchen, zur Veranstaltung zu kommen. Möglicherweise schafft man es sogar, zusammen mit Kunden Veranstaltung zu kreieren, dann entsteht bei diesen sogar so etwas wie eine Eigenverantwortung – sie werden mitziehen, da es ja auch »ihr Kind« ist.

Geht man diesen Schritt noch etwas weiter, so mag es gelingen, wichtige Gesichter mit ins Boot zu holen – als Moderatoren, als zusätzliche Experten und Beispiele für Fallstudien. So entsteht insgesamt eine Bewegung, die weit über ein einsames Vortragen der eigenen Expertise, des eigenen Content hinaus geht.

Dritter Punkt: Vorträge, Seminare etc. enden nicht mit der Rede. Echtes Content-(Self-)Marketing beginnt erst hier: von Angesicht zu Angesicht, mit Diskussion, Widerrede, Verteidigung, Überzeugung. Vor allem aber auch auf Augenhöhe. Es ist einfach mit Unternehmern über die Bedeutung von SEO zu reden, das eigene Wissen zu teilen, schwer wird es, wenn es um echte Benefits für die Beteiligten geht, wenn man Eins-zu-Eins erklärt, verdeutlicht und bewusst macht. Denn von oben herab ist kein gutes Marketing.

Und last but not least bitte keine Verkaufsveranstaltung daraus machen. Man darf und soll sagen wer man ist und was man macht – auch warum man Experte ist. Aber bitte ansonsten absolute Fokussierung auf den Inhalt, keiner der erwähnten Entscheider oder Führungskräfte wird seinen Bürostuhl verlassen, um einer Werbeveranstaltung seine wertvolle Zeit zu schenken. Der Mehrwert muss deutlich sein, sonst nützt die tollste Strategie nichts. »Offensichtliche« Veranstaltungen führen zu Enttäuschungen. Und enttäuschte Interessenten werden nur schwer neue Kunden.

Ein Austausch von Inhalten, neuen Ideen und Expertisen mit Entscheidern im persönlichen Gegenüber kann großen Wert für das eigene (Content-) Marketing haben – doch die Fallstricke sind nicht wenige. Kurz: jede Banalität verbietet sich von selbst.

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