Hannover Tourismus

Texte für »Tafeln« im Webauftritt des Flughafen Hannovers - sie sollen die touristische Dimension der Stadt verdeutlichen und thematisch möglichst bunt sein.


Back To Gaya

Hannover gegen Hollywood. Das geht, mit allen Fallen und Finanzierungsproblemen, die so ein Großprojekt mit sich bringt. Der erste deutsche komplett computergenerierte (CGI-) Film »Back To Gaya«, er kommt aus Hannovers Südstadt. Vergleiche mit Pixar und Disney? Damit haben die Leute von Ambient Entertainment keine Probleme. Die lieben sie eher – und haben die nächsten Projekte schon auf ihren Monitoren.

Die CeBIT

Es ist noch gar nicht so lange her, da war die CeBIT ein kleiner Ableger der Hannover Industriemesse. Jetzt schlägt sie Jahr für Jahr alle Rekorde und ist der Weltmotor der IT-Industrie. Ganze Hallen voller asiatischer Aussteller und brandaktuelle Themen machen es deutlich: International ganz vorn! Und andere internationale Klassiker der IT-Messen haben es da ganz schön schwer.

Der Maschsee

Seit 1936 ist der Maschsee zweite Heimat der Hannoveraner. Joggen? Um den Maschsee! Spazieren? Um den Maschsee! Skaten? … Genau. Ebenso wie Feiern, Flanieren und Freibaden. Auf immerhin 71 Hektar und mit 2,4 Kilometer Länge. Einmal im Jahr wird zudem schwer gefeiert – gleich mehrere Wochen lang wird der Abend am Maschsee zum Tag, mit viel Livemusik, gehobenem Flirtfaktor und angenehm gekühlten Getränken. Und das bis zum frühen Morgen.

Die Schröders

Die Kanzlers wohnen hier. Familie Schröder fühlt sich in Hannover einfach wohl, Berlin und Hauptstadt-Flair hin oder her. Und so trifft der lokale Politfan Frau Schröder schon mal mit Hund Holly an der Leine auf dem Weg zum Supermarkt – oder gemeinsam mit Regierungschef Gerd beim Bummel durch die Eilenriede, beim Italiener um die Ecke oder Shoppen rund ums Kröpcke: Immer ansprechbar, ohne Brimborium und nur ganz dezenten Herrn in dunklen Anzügen in großem Abstand.

Die Eilenriede

Hannover ist die Großstadt im Grünen. Die Eilenriede durchzieht gleiche mehrere Stadtteile und ist dem Wachsen der Stadt nicht gewichen. Mit immer noch 650 Hektar der größte Stadtwald Europas, leben die Bürger seit 1371 mit dieser Schenkung sächsischer Fürsten. Grün ist einfach die inoffizielle Farbe der Stadt: Herrenhausen, der Tierpark (mit frei laufenden Hirsche und Rehe) oder der Stadtpark, Überrest der ersten deutschen Bundesgartenschau 1951. Leineauen und weitere Parks mal beiseite gelassen. Soviel Grün gibt’s nirgendwo.

Die Scorpions

Mal in Alaska in den Plattenladen gegangen und nach deutschen Gruppen gesucht? Eine ist mit Garantie dabei, egal ob Nordamerika oder Südaustralien: die hannoverschen Hardrock-Helden The Scorpions. Seit Ende der Sechziger aktiv, wohnen und arbeiten Meine, Schenker & Co. immer noch hier. Sind treue Hannoveraner, die die Unaufgeregtheit der hiesigen Bevölkerung zu schätzen wissen. Um die großen Stadien mit hunderttausenden, aufgeregten Fans einfach woanders füllen. In Hannover sind Promis eben nur Hannoveraner.

Der internationale Feuerwerk-Wettbewerb

Jahrelang hieß es „Wasser, Licht und leuchtende Raketen“ im Großen Garten – doch seit mehreren Jahren ist aus dieser Veranstaltung in den historischen Herrenhäuser Gärten ein international besetzter Feuerwerk-Wettbewerb entstanden. Musik von Händel, eine viele Jahrhunderte alte Barockkulisse und die Arbeit absolut hochkarätiger Feuerwerker aus ganz Europa ergeben eine schlichtweg einmalige Atmosphäre. So schöne Explosionen hat man selten gesehen.

Niki de Saint Phalle

Hannoveraner sind auch nur Menschen: Als die ersten Objekte der französischen Künstlerin in den Sechzigern am Ufer der Leine auftauchten, gab es fast eine Revolution. Die „Nanas“ sorgten für Schlagzeilen und Volkszorn. Doch bald wurden die „drallen Damen“ die Lieblinge der Bürger, zum Aushängeschild der Stadt. Und der Zorn schlug in Liebe zur Kunst und Künstlerin um: mittlerweile gibt es die Niki de Saint Phalle-Promenade am Bahnhof, das Spätwerk, die Grotte in den Herrenhäuser Gärten und Mme. de Saint Phalle hat gar den größten Teil ihres Lebenswerks dem renommierten Sprengel-Museum am Maschsee vermacht!

Bahlsen – Keks und Technik

Wer hat den berühmten Leibniz-Keks noch nicht geknuspert? Seit Generationen stehen die hannoverschen „Cakes“-Fabrikanten für feinstes Gebäck, haben nicht nur architektonische Highlights (wie das historische Verwaltungsgebäude) hinterlassen – nein, ihr leckeres Naschwerk wird seit Urzeiten am Fließband produziert. Und zwar schon fünf Jahre vor dem allseits zitierten Henry Ford als angeblichem Erfinder dieser Produktionsmethode. Hannoveraner sind eben findig. Die Schallplatte wurde ja schließlich auch hier erfunden.

Das Schützenfest

Alle Jahre wieder werden die Bürger dieser Stadt schon am frühen Morgen so gegen Vier geweckt, wenn die Schützenvereine ihre Könige mit Kapelle und Umtrunk aus den Stadtteilen (zu Fuß!) abholen, um sich dann mit tausenden Gleichgesinnter zum größten Schützenausmarsch der Welt zu treffen – der sich dann später Kilometer um Kilometer durch die Stadt zieht. Das gleichzeitig stattfindende Schützenfest hat formatsprengende Ausmaße, in und um die Bierzelte wird bis in das Morgengrauen gefeiert – alles permanent von den Bruchmeistern der Zunft betreut und bewacht. Der Hannoveraner trinkt dazu eine „Lüttje Lage“. Nichts für Ungeübte.

Gottfried Wilhelm Leibniz

Wer hat’s erfunden? Der Streit um die Vorläufer des Computers ist alt wie die Aufklärung. Das hiesige Universalgenie Gottfried Wilhelm Leibniz hatte sich jedenfalls bereits eine funktionsfähige mechanische Rechenmaschine gebaut. Plus, Minus, Mal und Geteilt. Und das 1673. Die Differential- und Integralrechnung haben wir ihm auch zu verdanken. Als Hofrat in Hannover prägte er das Leben der Stadt so nachdrücklich, dass der hiesige Backwerk-Fabrikant Bahlsen seinen besten „Cakes“ nach ihm benannte. Und den knuspern wir noch heute.