Warum Marketing-Experten
bei Social Media versagen

Der Atem der Empörten ist schon im Nacken zu spüren. Versagen? Wir? Wir wissen alles über Social Media, über Content Marketing. Und überhaupt. Kein Problem, alles umsonst, machen wir so nebenbei – kein Ding. Und dabei ist das ein ganz dickes Ding! Social Media ist so gar nichts für nebenbei, denn es geht ums Eingemachte, um Umsätze und das Brand-Building. Vor allem aber ums Vertrauen – das Vertrauen der Kunden in die Marke, das Produkt, die Dienstleistung. Und genau hier versagen so viele, denn sie verfolgen Mythen statt sich mit der harten Realität eines nicht einfachen Geschäfts auseinander zu setzen.

Ganz viele Marketeers scheitern schon alleine an der Tatsache, dass sie diesen Teil des Marketing schlicht unterschätzen, vor allem die enorme Menge an Arbeit, die dafür nötig ist. Denn – natürlich – geht es nicht nur um einen kleinen Tweet, einen Satz bei Facebook und Google+, versehen mit einem Link. Die Amerikaner haben dafür einen wunderbaren Begriff, der »Social Media Easy Button«, einen Knopf den es nicht gibt und nie geben wird. Abgesehen davon, dass es die falsche Mentalität zeigt und abgesehen von hilfreichen kleinen Tools wie etwa »Buffer«, ist das beim besten Willen nicht ausreichend. Und wohl kaum eine Strategie. Nicht mal eine Taktik.

Einen vernünftigen Blog-Post zu schreiben (auch das ist ja Social Media und wesentlicher Bestandteil des Content Marketing), kostet Zeit, reichlich Zeit – und damit auch Bargeld. Eigene Stunden zählen da genau so (Opportunitätskosten!) wie ein Honorar für einen externen Texter wie etwa »TMR«. Doch ungeduldig daher zu kommen, schnelle Ergebnisse erwartend, bringt mit Sicherheit nicht ein einziges Unternehmen weiter im großen Gewässer der Mitbewerber. Marketing-»Experten«, die das versprechen, lügen – sagen wir es ruhig so deutlich.

Was es wirklich braucht, ist eine Strategie, zumindest ein rundes Konzept: Echtes Marketing, das Geschäft, Content und Marke vereint. Ein Marketing auch, das nicht seinen Endpunkt in drei Monaten findet. Was auch bedeutet, dass Social Media nicht aus dem Ärmel zu schütteln ist, Recherche braucht, Wissen, Planung und ein tiefgreifendes Verständnis der eigenen Zielgruppe, der (potenziellen) Kunden. Man muss auch zwei Seiten auf die Waage legen: Was will ich von meiner Zielgruppe? Was will meine Zielgruppe von mir? Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wer kann das mal »so eben« beantworten. Ich sage: Niemand.

Also, kurz gefasst: Es braucht Personal, es braucht Budget, es braucht vor allem Menschen, die schon vor der Umsetzung einen Plan haben, was Social Media bedeutet – Leute, die dieses ganz eigene Ökosystem wirklich kennen. Und auch das noch mal ganz nachdrücklich: Jede Form der Ungeduld ist bei diesem Thema pures Gift. Schnell, schnell geht nicht. Eher: Solide. Ein schönes, scheinbar so altmodisches Wort, das aber deutlich macht, dass Unternehmen deutlich besser bedient sind, wenn sie nicht auf High-Tech-, Bling-Bling-Werbeagenturen setzen, die »auch«, genau »auch«, Social Media macht. Oft genau so wie SEO, wenn man sich so den Leistungs-Katalog klickt. Wie gut die das können, sieht man oft an deren Webseiten ganz genau.

Aber bevor »TMR« es sich hier noch mit der letzten Agentur verdirbt, halten wir mal ein: Es ist alles möglich, aber es geht nicht mal so und nebenbei. Ohne Wenn und auch ohne Aber. Ist das klar, sind wir auch wieder beste Kumpels – in die Hand versprochen! Ansonsten aber, und das prophezeie ich schon mal, werden die wohlfeilen Marketing-Experten gnadenlos scheitern.

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